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Warum werden wir Sterben?

Die Frage „Warum sterben wir?“ ist aus wissenschaftlicher Sicht nüchtern zu beantworten. Jedoch bekommt die Frage einen ganz anderen Kontext, wenn es darum geht, warum Sterben zum Leben gehört. Eng verknüpft mit der Fragestellung „Warum sterben wir?“ ist die Frage nach dem Sinn des Lebens. Warum Sterben ein Teil des Lebens ist, wird aus medizinischer Sicht durch das allmähliche Versagen der Organfunktionen mit Todesfolge begründet. Der Grund für das Erlöschen der Körperfunktionen kann verschiedene Ursachen haben. Zu nennen wären Krankheiten, altersbedingte Prozesse und Unfälle. Damit hätten Mediziner die Frage "Warum sterben wir?" beantwortet.

Die Philosophische Sicht auf den Tod und seine Gründe

Seit Jahrhunderten haben sich große Philosophen mit Fragen beschäftigt, auf die es meistens keine Antworten gibt. Dazu gehören auch die zwei größten aller Fragen: „Warum leben wir?“ und „Warum sterben wir?“. Bei der Auseinandersetzung haben sich Philosophen vor allem mit dem Gedanken der Unsterblichkeit beschäftigt. Laut des Philosophen Karl Jaspers ist jeder Mensch unsterblich, der liebt und geliebt wird, während Kant der Meinung ist, dass die Unsterblichkeit nach dem Tod nicht bewiesen werden kann. Die Frage „Warum sterben wir?“ wird zu unseren Lebzeiten jedoch kein Philosoph beantworten können. Auch die medizinischen Ansätze liefern keine philosophischen Gründe für den Tod, sondern nur den Grund des körperlichen Versagens. Wenn man aufgrund einer Krankheit die Möglichkeit hat, sich mit seinem baldigen Tod auseinanderzusetzen und warum Sterben zum Leben gehört, sind die Gefühle sehr zwiespältig. Am Anfang stehen Angst, Ausweglosigkeit, Wut, Verzweiflung, Selbstmitleid und unendliche Trauer im Vordergrund. Die Fragen „Warum sterben wir und warum gerade ich?“ scheinen die Gedanken zu infizieren. Solche Gedanken und Gefühle können allein durch die Akzeptanz des Todes und durch die Hoffnung auf ein Leben danach getilgt werden.

Der Tod und die Religionen

Christliche Bedeutung

Warum Sterben eine unumgängliche Konstante jedes Lebens ist, kann vielleicht nur durch die Religion beantwortet werden. Jede Glaubensrichtung hat seine eigenen Vorstellungen von dem Tod und dem Leben danach. Im Christentum konzentriert sich die Bibel jedoch nicht auf das "Warum sterben wir?", sondern auf das Leben nach dem Tod. Die Menschen, die ableben, gehen im Himmel eine ewige Gemeinschaft mit Gott ein. Zudem weilt Gott nicht im Jenseits, sondern birgt die Welt und die Menschen in sich. Nach der christlichen Auffassung ist der Himmel die Vollendung des irdischen Daseins, es endet alles gut und man darf an Gottes Welt teilhaben.

Buddhistische Lehre

In der Lehre Buddhismus gibt es einen ewigen Lebenskreislauf. Jedes verstorbene Lebewesen wird Wiedergeboren und versucht im Laufe seines Lebens die „Fünf Silas“(Tugendregeln für die Entwicklung von Mitgefühl und Weisheit) so gut wie möglich umzusetzen. So werden die Eigenschaften des Wesens im Kreislauf mit einbezogen. Je positiver Eigenschaften sind, umso früher kann man sich den Kreislauf entziehen und im Nirwana befinden. Das Nirwana ist die die Verwirklichungsstufe des Bewusstseins und somit das Ende des Kreislaufs. Demnach wäre die Frage „Warum Sterben wir?“ aus Buddhistischer Sicht, die Erfüllung der Tugendregeln um irgendwann das Nirwana zu erreichen.

Hinduismus und Wiedergeburt

Im hinduistischen Glauben stirbt der Körper aber nicht die Seele, diese wird in einem neuen Leben wiedergeboren. Die Seele spiegelt das Karma des Lebewesens. Kommt beispielsweise ein Kind krank zur Welt so hat dieses Wesen im vorherigen leben nicht viel Gutes getan.